Suche

Zur Webseite der Universität BremenZur Startseite

Studierende forschen zu Berufsperspektiven - Ergebnisse aus einer Lehrveranstaltung

Die Soziologie-Studierenden Monika Prikop und Hannah Rühmann stellen hier ihre berufsbiografischen Interviews aus dem General-Studies-Seminar zum Thema „Wohin mit Soziologie? Berufsperspektiven erforschen!“ vor. Viel Spaß beim Lesen!

Wohin mit Soziologie? Berufsperspektiven erforschen!

Eine kleine Interviewstudie von Monika Prikop und Hannah Rühmann

„Was macht man denn mit Soziologie?“ Diese Frage dürfte allen, die Soziologie studieren, vertraut sein. Sie wird einem häufig gestellt, und die meisten stellen sich diese Frage auch mehr als einmal während des Studiums selbst – vor allem dann, wenn skeptische Nachfragen von Verwandten, NachbarInnen oder zum Beispiel auf Lehramt-Studierenden ehemaligen SchulfreundInnen kommen. Diese Leute haben – warum auch immer – nicht selten ein sehr klares Bild davon, was jemand mit einem Abschluss im Fach Soziologie machen kann: Taxi fahren oder eben Hartz-IV-EmpfängerIn werden.

Natürlich lässt einen das nicht kalt, wenn man zu hören bekommt, mit einem Soziologiestudium ließe sich doch nichts Richtiges anfangen und die eigene Studienfachwahl daher rechtfertigt werden muss. Da packen einen schon ein paar Selbstzweifel, und es stellen sich die Fragen: Wohin mit Soziologie? Was sind denn eigentlich unsere Berufsperspektiven?

Auch im dritten Semester hatten sich uns diese Fragen noch nicht ganz geklärt. Zwar wussten wir mittlerweile zumindest einmal, was Soziologie überhaupt ist und welches ihre Erkenntnisanliegen sind, aber welche Berufe wir mit einem abgeschlossenen Studium der Soziologie konkret ausüben können, das hatte sich uns noch nicht erschlossen. Aus diesem Grund meldeten wir uns zu einem Seminar an, welches sich mit genau diesem Thema befassen sollte: „Wohin mit Soziologie? Berufsperspektiven erforschen!“ Dort sammelten wir dann zusammen mit unserer Seminarleiterin zunächst einige allgemeine Informationen zu verschiedenen Berufsfeldern. Das war bereits sehr hilfreich, da wir feststellten, dass das Angebot für uns zukünftige SoziologInnen tatsächlich ziemlich vielfältig ist: Von der Marktforschung, über Öffentlichkeitsarbeit bis zum Gesundheitswesen ist alles dabei! (Und das sind wirklich nur drei Beispiele.)

Im zweiten Schritt galt es, ein eigenes kleines Forschungsprojekt zur Erkundung unserer Berufsperspektiven in Angriff zu nehmen. Dazu haben wir uns für Interviews mit drei unserer geschätzten Lehrenden am Institut für Soziologie der Universität Bremen entschieden. Wir wollten von „echten“ SoziologInnen erfahren, wie sie zu ihrem Beruf gefunden haben, wie sie unsere Berufsperspektiven einschätzen und welche Tipps sie uns noch etwas orientierungsschwachen Studierenden für den früher oder später anstehenden Einstieg in den Arbeitsmarkt geben können.

Die Interviews stehen im Downloadbereich zum Lesen zur Verfügung.

Unser Fazit

Letzten Endes stellen wir erfreut fest, dass es um unser Studium der Soziologie doch nicht so düster bestellt ist, wie wir anfangs befürchtet hatten. Wir haben eine Vielzahl nützlicher Tipps erhalten und auch mitgenommen, dass es gar keinen Sinn macht, sich über Gebühr zu stressen, sondern dass wir gut daran tun, unser Studium mit Engagement und Leidenschaft, aber auch mit Zuversicht anzugehen beziehungsweise fortzusetzen. Gleichwohl – auch das nehmen wir aus den drei geführten Interviews mit – können wir bei der Wahl der Seminare aus dem Bereich der General Studies, bei Nebenjobs und bei Praktikumsplätzen durchaus ein bisschen strategisch vorgehen, das heißt die Richtung ansteuern, die wir uns vorstellen können, letzten Endes einzuschlagen. Vor allem war es interessant und auch beruhigend, von den verschiedenen Berufsfeldern anderer SoziologInnen zu erfahren und von erfolgreichen SoziologInnen ermutigende Worte zu erhalten: Das Studium der Soziologie ebnet zwar nicht den sehr festen Weg zu einem ebenso fest(gesetzt)en Beruf, aber das Gute daran ist: Wir haben eine große Vielfalt und Flexibilität bei der Berufswahl! Und auch wenn in den wenigsten Stellenausschreibungen explizit nach SoziologInnen gesucht wird, kann es – Interesse und prinzipielle Passfähigkeit unsererseits vorausgesetzt – nicht schaden, sich einfach einmal zu bewerben!

Zum Abschluss möchten wir unseren Leserinnen und Lesern noch ein Buch von Katrin Späte empfehlen: „Beruf: Soziologe?! Studieren für die Praxis“ (Es sollte in der SuUB verfügbar sein; der Verlag bietet den Titel im Moment lediglich als E-Book zum Preis von erschwinglichen Euro 5,99 an: http://www.utb-shop.de/autoren/spate-katrin/beruf-soziologe-2373.html)

Außerdem interessant ist die Website https://www.mehralstaxifahren.de/. Diese könnt Ihr, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, an Tagen der Verzweiflung, wenn Ihr kurz davor seid, die Brocken zu schmeißen, besuchen und dadurch neuen Mut gewinnen – denn tatsächlich gibt es viele erfolgreiche Ex-Soziologie-StudentInnen und eine große Vielfalt an Berufsmöglichkeiten!

Nach oben scrollen